Ist Pilates Sport? 6 häufige Fragen (beantwortet)

Ist Pilates Sport? 6 häufige Fragen (beantwortet)

Pilates ist ein sanftes, anstrengendes Ganzkörpertraining.

Aber gehört es in die Kategorie Sport?

Die Antwort darauf hängt davon ab, wie du Sport definierst.

Wenn du wissen möchtest, was Sport eigentlich und wie Pilates dazu gehört, ist dieser Artikel für dich!

1. Wie ist Sport definiert?

Die Bandbreite des Sports ist groß und es ist schwierig, eine eindeutige Definition zu geben.

Alles von Fußball, über Skifahren, Dart spielen, Tennis, Yoga, Kampfsport bis hin zu Reiten und Formel 1 fallen unter denselben Begriff.

Sogar Schach wird als Sportart bezeichnet.

Was alle diese Betätigungen gemeinsam haben, ist, dass man sich bewegt, Kalorien verbrennt oder an Wettkämpfen teilnimmt.

Viele kluge Menschen haben sich darüber Gedanken gemacht, wie man Sport definieren kann, doch wie vieles andere auch, ist der Begriff stets im Wandel.

Was gestern noch nicht als Sport galt, ist vielleicht die Sportart von morgen.

Laut dieser Definition kann man die folgenden Kategorien unterscheiden:

  • Den Berufssport
  • Den organisierten Wettkampfsport
  • Den organisierten Sport ohne Wettkampfbezug 
  • Den alternativen Sport
  • Den instrumentellen Sport

In manchen Fällen wird Sport von Bewegung abgegrenzt, doch im allgemeinen Sprachgebrauch sind die beiden quasi das Gleiche.

2. Ist Pilates Sport?

Laut den meisten Definitionen fällt Pilates in die Kategorie Sport.

In vielen Fällen wird Sport von einem Wettkampf Element geprägt – so zum Beispiel die Fußballsaison, das Punktspiel oder ein bestimmtes Rennen, auf das du dich vorbereitest.

Im Pilates fällt dieser Aspekt zwar weg und es gibt auch keine Profi-Pilates-Athleten.

Trotzdem gehört Pilates sicherlich in die Kategorie Sport, denn es wird mithilfe von Bewegung betrieben und wird professionell organisiert.

Es gibt Clubs und Vereine, Schulen, private Trainer und selbst globale Vereinigungen.

Im Gegensatz zu körperlicher Betätigung, wie zum Beispiel beim Hausputz oder Holzhacken, ist das Ziel beim Pilates einzig, deine Fitness zu verbessern.

3. Was unterscheidet Pilates von anderen Sportarten?

Es gibt viele verschiedene Sportarten, die unterschiedliche Ziele verfolgen.

Pilates ist ein gelenkschonendes Krafttraining, das die Körperkontrolle und Konzentration fördert.

Mithilfe von fließenden Bewegungen und bewusster Atmung trainierst und stärkst du den gesamten Körper und besonders die tieferliegenden Muskeln werden beansprucht.

Das Training wurde zuerst zur Rehabilitation von verletzten Soldaten entwickelt, doch es verbreitete sich schnell unter Sportlern, als zusätzliches Training.

Der Grund dafür ist, dass viele Sportarten die Muskeln auf die immer gleiche Weise belasten, was auf Dauer zu Muskelverkürzungen oder sogar Verletzungen führen kann.

Pilates hingegen trainiert alle Bereiche des Körpers und gezielt die kleineren Muskelgruppen, die dabei helfen, die Gelenke zu stärken.

Bei den meisten Ballsportarten geht es zum Beispiel weniger um die Fitness, als um den Sport selbst.

Natürlich kann dir auch Pilates Spaß machen – und das sollte es, wenn du es zu einem festen Bestandteil deiner Routine machen möchtest – doch die meisten Leute beginnen mit dem Training, weil sie ein bestimmtes Ziel verfolgen.

Mögliche Ziele sind:

  • Gewichtsverlust
  • Allgemeine Fitness
  • Mobilität
  • Kraftaufbau
  • Verbesserung von Rückenproblemen
  • Rehabilitation nach Verletzungen
  • Etc.

Die meisten Sportarten kann man nicht so punktgenau auf seine Bedürfnisse anpassen.

Es hat noch niemand mit Basketball-Training spezifisch seine Hüftmobilität verbessert.

Und anders als beim Training mit Gewichten, ist Pilates ein sanfter Kraftsport, der mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet oder Geräte wie den Reformer zu Hilfe nimmt.

Sportarten wie Yoga oder Tai-Chi funktionieren mit ähnlichen Prinzipien, doch Pilates ist weniger spirituell als Yoga und wird nicht wie Tai-Chi hauptsächlich im Stehen ausgeführt.

Mithilfe von Atmung und kontrollierten Bewegungen sollen Körper und Geist in Einklang gebracht werden, während der Körper als Gesamtpaket gesehen wird.

Gesundheit und Resilienz sind das Ziel im Pilates und ein flacherer Bauch und mehr Kraft sind positive Nebeneffekte.

4. Ist Pilates für Untrainierte geeignet?

Pilates ist bestens als Einsteigersport geeignet.

Die Übungen sind unkompliziert und es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern um Entspannung und Präzision, was es zu einer sehr sicheren Sportart mit geringem Verletzungsrisiko macht.

Du brauchst keinerlei Vorerfahrung, um mit Pilates zu beginnen, doch je mehr Erfahrung du hast, desto anstrengender kannst du die Übungen machen, sodass es auch später noch eine Herausforderung ist.

Das Training ist abwechslungsreich, aber es besteht aus einer bestimmten Anzahl von Bewegungen, die du im Laufe der Zeit erlernst und meisterst.

Für jede Übung gibt es Abwandlungen, die an dein Fitnesslevel angepasst werden können, sodass jeder sie durchführen kann, egal was für Einschränkungen eventuell bestehen.

Dabei wirst du Stück für Stück stärker, ohne deine Gelenke zu belasten, was besonders dann wichtig ist, wenn du zuvor nicht allzu aktiv warst.

Pilates verspricht zudem schnelle Resultate, die helfen, am Ball zu bleiben.

Es macht Spaß zu sehen, wie dein Körper immer fitter wird und du mehr Kraft und Energie hast.

5. Ist Pilates besser als andere Sportarten?

Kein Sport ist “besser” als ein anderer.

Was Sport – und in diesem Fall Pilates – effektiv macht, ist, dass du Spaß daran hast und Lust hast, weiterzumachen.

Der Grund, warum viele Diäten nicht wirken, ist, dass sie nicht auf Dauer umsetzbar sind.

Genauso ist es mit dem Sport: Bewegung tut gut, auch wenn es nur ein bisschen ist, doch um langfristige Erfolge zu sehen, müssen wir uns gern bewegen.

Wenn Pilates dir Freude macht und du dich hinterher gut fühlst, dann ist es der richtige Sport für dich.

Das heißt nicht, dass das für jeden gilt – musst du dich zum Training zwingen und hast dabei durchgehend schlechte Laune, fällt der entspannende und fokussierende Effekt des Pilates nämlich direkt weg.

Was für Pilates gegenüber anderen Sportarten spricht, ist, dass es ein geringes Verletzungsrisiko hat und Einsteiger ohne Probleme direkt loslegen können.

Es trainiert den gesamten Körper und wappnet dich für den Alltag.

Je nachdem, was du von deinem Training erwartest, kann es völlig ausreichend sein, zwei bis dreimal pro Woche zum Pilates zu gehen, damit du dich rundum wohlfühlst.

Andererseits gibt es Leute, die gern richtig ins Schwitzen kommen und sich nicht vollständig ausgepowert fühlen, bis das Herz nicht höher schlägt.

Wer also mehr Action in seinem Sport sucht, bevorzugt vielleicht ein HIIT-Training oder Tennis.

6. Machen Sportler Pilates?

Immer mehr Profi-Sportler schwören auf Pilates.

Einer der bekanntesten ist vermutlich Cristiano Ronaldo, doch auch mehrere Football-Teams und andere professionelle Sportler haben Pilates für sich entdeckt.

Egal welchen Sport du gern machst, Pilates ist eine gute Ergänzung und hilft dabei, eventuelle Schwachstellen auszugleichen.

Das Training macht dich nicht nur stärker, es verbessert auch Flexibilität, Stabilität und Mobilität.

All das ist wichtig für jegliche Sportarten, egal ob Fußball, Reiten, Tanzen oder Boxen.

Der Fokus auf die Körpermitte sorgt für ein besseres Zusammenspiel aller Muskeln, was deine Bewegungen effektiver und kräfteschonender macht.

Die Ansicht, dass Pilates nur etwas für Frauen in einem bestimmten Alter ist, wird zum Glück immer mehr verdrängt.

Denn jeder kann von einer starken Körpermitte, Körperkontrolle und mehr Balance profitieren.

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